Der neue Film von François Ozon (,Unter dem Sand‘, ,8 Frauen‘, ,Frantz‘, ,Peter von Kant‘) spielt im Herbst. Also im Ausklang des Jahres, aber auch im Herbst des Lebens der Freundinnen Michelle und Marie-Claude, die hier im Mittelpunkt stehen (gespielt von Hélène Vincent, Josiane Balaski).
Was nicht ohne Folgen bleibt: Nach dem Verzehr des Pilzgerichtes gibt es einen Vergiftungsfall. Schon hängt der Haussegen schief. Michelles Tochter Valérie, die sowieso nur ungern ihre Mutter besucht hatte, reist völlig entsetzt ab…
Was hat sie so aufgebracht?
Ist ,Wenn der Herbst naht‘ ein Krimi? Geht es um Schuld und Wahrheit, geht es um Moral und damit höchstwahrscheinlich um … Doppelmoral? François Ozon streut munter Puzzle-Steinchen einer alternativen Deutung des Geschehens ein … und schließt mit einem ganz anderen Szenario als es den Erwartungen entsprach.
Pressestimmen
"’Ich bin entsetzt darüber, wie schnell ältere Menschen in der Gesellschaft und auf den Bildschirmen aus dem Blickfeld verschwinden’, sagt Regisseur François Ozon - und überlässt es in ’Wenn der Herbst naht’ Hélène Vincent und Josiane Balasko, 81 und 75 Jahre alt, die Leinwand mit ihrem Charisma zu füllen. Was ihnen mühelos gelingt.", so der NDR.
"Ozon macht uns in dieser fein gearbeiteten und liebevoll erzählten Geschichte zu Komplizen seiner von herkömmlicher Moral völlig freien Figuren. Gerade der Gegensatz zwischen der entspannt-herbstliche Erzählweise und den eigentlich recht ungeheuerlichen Dingen, die da passieren, macht den melnacholischen Film sehr reizvoll.", meint Radio Eins.
"Das Ganze verpackt der Regisseur in herbstlich-warme Tönen, die nicht nur die Natur, sondern oft auch die Räume färben. Dazu erklingt immer wieder spielerisch-leichte Musik wie eine laue, angenehme Brise. Der Herbst kann kommen.", schreibt die Aachener Zeitung.
Drehbuch, Regie François Ozon
Kamera Jérôme Alméras
Musik Evgueni Galperine, Sacha Galperine
Besetzung Hélène Vincent, Josiane Balaski, Ludivine Sagnier, Pierre Lottin, Malik Zidi
FR 2024, 102 Min., frz.OmU|dtF