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Chris Nolans Odyssee

„Der Druck ist enorm“, sagte Regisseur Chris Nolan (gegenüber der AP) über seinen neuen Film. „Wer sich an ‚Die Odyssee‘ wagt, übernimmt die Hoffnungen und Träume der Menschen auf epische Filme überall auf der Welt, und das bringt eine enorme Verantwortung mit sich. Was ich aus der Arbeit an der ‚Dark Knight‘-Trilogie gelernt habe, ist, dass die Leute von einem Film über eine geliebte Geschichte und geliebte Figuren vor allem eine starke und aufrichtige Interpretation erwarten. Sie wollen wissen, dass ein Filmemacher alles dafür gegeben hat. Ich habe wirklich versucht, den bestmöglichen Film zu machen.“

„Als Filmemacher sucht man nach Lücken in der Filmkultur, nach Dingen, die noch nie zuvor gemacht wurden“, erklärte Nolan gegenüber Empire, warum er sich für die Verfilmung von Homers griechischem Epos entschieden hatte. „Und mir fiel auf, dass all diese großartigen mythologischen Filmwerke, mit denen ich aufgewachsen war – Ray-Harryhausen-Filme und andere – noch nie mit der Art von Gewicht und Glaubwürdigkeit umgesetzt worden waren, die ein A-Budget und eine große Hollywood-IMAX-Produktion bieten können.“

Soweit die Worte des Meisters. Der Film von Chris Nolan unterscheidet sich vom letztjährigen Odysseus-Film ,The Return‘ von Uberto Pasolini, der vor allem die Heimkehr des Odysseus schilderte, dadurch, dass bei Nolan auch die Odyssee im Wortsinn, die erstaunlichen Reisen die den nach zehn Jahren Krieg heimkehrenden Griechen weitere zehn Jahre aufhielten, ein Teil des Filmes sind: mit Circe, dem Polypen und den Sirenen – mit anderen Worten: mit deutlich viel mehr Homer. Die Hauptrolle spielt diesmal Matt Damon, Anna Hathaway ist Penelope. Robert Pattinson ist der Konkurrent Antinous und Tom Holland spielt den Sohn Telemachos.

Und dann sind da die IMAX-Kameras mit einem riesiegen Negativformat, dass später die Projektion aus Riesenleinwände erlaubt. In einer Minute belichten diese Kameras 100 Meter Film und das tun sich nicht geräuschlos. Sie klingen eher wie ein Rasenmäher. (Das sollten Sie sich klarmachen, wenn Cillian Murphy in ,Oppenheimer‘ direkt vor der Kamera steht.) Das ist aber auch der Grund, weshalb noch nie ein kompletter Film mit IMAX-Kameras gedreht wurde. Damit Chris Nolan das hier verwirklichen konnte, hat die Firma einen „Blimp“ geschaffen, einen schalldichten Kasten, so daß man auch ruhige Gespräche im großen Format aufnehmen konnte. Unser letztes Bild zeigt Chris Nolan an der Kamera; hinter ihm steht sein langjähriger Kameramann Hoyte van Hoytema.

The Odyssee
Start ab 16. Juli

Drehbuch, Regie Chris Nolan

Kamera Hoyte van Hoytema

Musik Ludwig Göransson

Besetzung Matt Damon, Tom Holland, Charlize Theron, Anne Hathaway, Zendaya, Robert Pattinson, Lupita Nyong’o

US 2026, 172 Min., engl.OmU

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