Zum Gedenken an die Opfer des August 1945 zeigen wir am 9. August um 11 Uhr zuerst den Dokumentarfilm ,The Children of Nagasaki‘ mit anschließender Diskussion in Kooperation mit ICAN Deutschland (Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen) und IPPNW (Internationale Ärzt:innen für die Verhütung des Atomkrieges). Die Veranstaltung schließt mit dem Film ,Die letzten Glühwürmchen‘. Der Animationsfilm von Isao Takahata behandelt das Schicksal zweier Kinder nach einem der zahlreichen amerikanischen Brandbomben-Angriffen auf japanische Städe – konkret auf die Stadt Kobe.
Die letzten Glühwürmchen
Die Mutter des 14-jährigen Seita und seiner 4-jährigen Schwester Setsuko kommt beim US-Luftangriff auf Kobe im Zweiten Weltkrieg ums Leben. Die beiden Kinder sind ganz auf sich allein gestellt. Seita sorgt ebenso aufrichtig wie verzweifelt für sich und seine Schwester. Er stiehlt Essen und organisiert ihre Zuflucht in einem verlassenen Luftschutzbunker. Als die Vorräte knapp werden, klammern sich die Geschwister in ihrer traurigen Realität an flüchtige Glücksmomente.
Der Regisseur und Studio-Ghibli-Mitbegründer Isao Takahata hat mit viel Sensibilität eines der eindrucksvollsten Werke der Animations- und Filmgeschichte geschaffen.
Nach den persönlichen Erlebnissen des Kobe-Überlebenden Nosaka Akiyuki zeigt ,Die letzten Glühwürmchen‘ sowohl die Schönheit des menschlichen Geistes als auch seine erschütternde Grausamkeit.
The Children of Nagasaki
JP 2005, 32 Min., engl.F
Die letzten Glühwürmchen
Drehbuch, Regie Isao Takahata (Animation)
Kamera Nobuo Koyama
Musik Yoshio Mamiya, Michio Mamiya
Stimmen (dtF) Oliver Sherkus, Leni Mitschke
JP 1988, 90 Min., jap.OmU, ab 6