Im Zentrum steht mit Wanda eine Frau, die sich scheinbar ziellos durch Städte, Landschaften und soziale Räume bewegt. Mit einer beinahe dokumentarischen Kamera fängt Loden dieses Wandern ein und schafft ein präzises Porträt sozialer und emotionaler Entfremdung, jenseits klassischer Dramaturgie oder moralischer Erklärung.
Eines Tages lernt Wanda den Kleinkriminellen Norman kennen, der auch unangenehme Seiten hat. Obwohl es zwischen den beiden immer mal schlecht läuft, hat Wanda mit ihm zusammen das Gefühl „wirklich zu leben“.
,Wanda‘ ist der Debütfilm der Schauspielerin und Filmemacherin Barbara Loden, der auch ihr letzter blieb. Der Film, in dem sie selbst die Hauptrolle spielt, gilt bis heute als radikal subjektives Schlüsselwerk weiblichen Erzählens.
Pressestimmen
"Wüsste man es nicht besser, könnte man meinen, dass der Franzose Bienvenu schon eine lange Karriere hinter sich hat. Sein Stil wirkt so sicher und expressiv, als würde man bereits ein Hauptwerk eines großen Regisseurs bestaunen.", so die taz.
"Anschaulich, kindgerecht und visuell hinreißend.", findet die Berliner Morgenpost.
"Toller Animationsfilm.", schreibt die Süddeutsche. "Ein Science-Fiction- und Zeitreisefilm, der auf mehreren Ebenen überrascht."
Drehbuch, Regie Barbara Loden
Kamera Nicholas T. Proferes
Besetzung Barbara Loden, Michael Higgins, Dorothy Shupenes, Jérome Thier
US 1970, 107 Min., engl.OmU, ab 12