Film und Psychoanalyse

In Kooperation mit dem Michael Balint Institut

In dieser Reihe zeigen Psychologen, Psychiater und Psychoanalytiker aus Hamburg – Mitglieder der Psychoanalytischen Arbeitsgemeinschaft des Michael Balint-Institutes – von ihnen ausgewählte, neue und ältere Filmwerke, die sie anschließend aus der Sicht ihrer Arbeit mit dem Publikum besprechen.

Aktuelle Vorstellungen im Rahmen der Reihe:

Filmtitel
Feste Termine, Veranstaltungen
„Film und Psychoanalyse“ 12.5. um 11:00 Uhr
Her

Dokumentarfilm
Wintermärchen

Dokumentarfilm
„Film und Psychoanalyse“ 30.6. um 11:00 Uhr

Das Mädchen mit dem Perlenohrring

Regie Peter Webber
GB/Luxemburg 2003, 95 Min., dt.F.
Start war --

„Film und Psychoanalyse“ 12.5. um 11:00 Uhr

Ein Maler und sein Modell – zwei Welten

Das Gemälde mit diesem Titel ist eines der bekanntesten Werke des holländischen Malers Jan Vermeer. Über den 1675 im Alter von nur 43 Jahren in Delft gestorbenen Künstler ist nur wenig bekannt. Das Mädchen auf dem Bild ist unbekannt.

Die Autorin Tracy Chevalier hat sich in das Bild hineingedacht ... und erfand das Mädchen Griet, das bei Vermeer als Bedienstete arbeitet, um den Unterhalt für ihre Familie aufzubringen. In ruhigen Bildern erzählt der Film ihre Geschichte, sieht zwischen dem Maler und der Magd ein Verhältnis aufkeimen, das in Delft bald zum Stadtgepräch wird. Im 17. Jahrhundert brauchte es dazu nicht viel. Die Tatsache, daß Griet mit Herrn Vermeer Gespräche führt, statt nur Weisungen zu befolgen, wiegt schwerer, ist unerhörter als die schnell unterstellten Schäferstündchen im Atelier des Künstlers.

Griets Position im Hause Vermeer wird endgültig unhaltbar, als der Maler verlangt, sie solle für das Porträt eine Perle tragen. Perlen sind nicht für Mägde! Es ist völlig undenkbar, daß sie Perlen trägt. Griet lehnt ab, aber sie trägt den Schmuck dann doch – unter Tränen...

„Film und Psychoanalyse“
In der Matinee am 12. Mai ist in Kooperation mit dem Michael Balint Institut Hamburg (MBI) nach dem Film der Hamburger Diplompsychologe Nikolaus Becker (Mitglied des MBI) zu Gast.


Her

Regie Spike Jonze
USA 2013, 126 Min., engl.OmU, ab 12
Start war 27.3.14

Die Schönheit der Beziehung zur künstlichen Intelligenz

Spike Jonze (,Being John Malkovich‘, ,Adaptation‘) entlockt der „Gefühlswelt“ zwischen Menschen und Maschinen einen witzigen, warmen und cleveren Liebesfilm. Im Mittelpunkt stehen Joaquin Phoenix und Scarlett Johansson, die – in der Originalfassung – ganz körperlos mit der Präsenz ihrer Stimme begeistert.  (mehr ---> )

„Film und Psychoanalyse“ mit Gast
In der Matinee am 14. April ist in Kooperation mit dem Michael Balint Institut Hamburg der Hamburger Psychotherapeut Gerhard Fuchs zu Gast.


Wintermärchen

Regie Jan Bonny
DE 2018, 129 Min., dtF
Start war 21.3.19

„Film und Psychoanalyse“ 30.6. um 11:00 Uhr

Trio Infernale

Erst einmal sind da nur Becky und ihr Freund Tommi – ein nicht ganz normales Paar. Die beiden finden wenig aneinander und langweilen sich in ihrer kleinen Kölner Wohnung … bis der agile Maik zu ihnen stößt. 

Zu dritt nimmt die Idee einer Terrorzelle, die Ausländer bekämpft (sprich: tötet), schnell Gestalt an. Die ersten Attentate werden konkret geplant, der erste Mord…

Der Film bildet als Spielfilm natürlich nur eine mögliche Variante der tatsächlichen Innenwelt der NSU ab. Das Wort selbst fällt im Film nie, während wir Zeugen werden des Lebens in einer vergifteten Welt.

„Film und Psychoanalyse“
In der Matinee am 30. Juni ist in Kooperation mit dem Michael Balint Institut Hamburg (MBI) nach dem Film der Hamburger Psychotherapeut Dr. Volker Friedrich (Mitglied des MBI) zu Gast.