Gelobt sei Gott

Drehbuch, Regie: François Ozon
Kamera: Manu Dacosse
Musik: Evgueni Galperine, Sacha Galperine
Darsteller: Melvil Popaud, Denis Ménochet, Swann Arlaud, Eric Caravaca, Josiane Balakso
FR/BE 2019, 138 Min., frz.OmU|dtF, ab 6, Schulvorstellungen
Start war 26.9.2019
 feste Termine im  FilmABC

François Ozon (l), Melvil Popaud

Drei, die das Schweigen brechen

Als Vierzigjähriger kommt der Moment, an dem es aus ihm hervorbricht. Es ist der Moment, als Alexandre erfährt, dass der Priester, der ihn als Kind missbraucht hat, wieder in seiner Stadt – in Lyon – als Priester arbeitet (und mit Kindern). Alexandre setzt sich hin, schreibt einen Brief an den Kardinal, trifft sich mit dem ausgesprochen verständnisvollen, aber in seiner Position unbeweglichen Mann: Es wird keine Bestrafung oder auch nur eine Entlassung dieses Priesters geben…

François Ozon hat eher zufällig die Protagonisten seines Film getroffen. Alexandre hat mit anderen Betroffenen eine Webseite eröffnet „La parole liberée“ (das befreite Wort), auf der sie jede Menge Material veröffentlicht haben wie z.B. ihren Korrespondenz mit der Kirche. Anders als bei seinen anderen Filmen nimmt sich François Ozon hier sehr zurück, stellt seinen Film in den Dienst der Sache: Dass die Fälle von Missbrauch endlich veröffentlicht und wirklich bestraft werden.

dt. Trailer (FSK ab 6)

frz.OF-Trailer (FSK ab 6)