Queen & Slim

Regie: Melina Matsoukas
Drehbuch: Lena Waithe
Kamera: Tat Radcliffe
Musik: Devonté Hynes, Kier Lehmann
DarstellerInnen: Jodie Turner-Smith, Daniel Kaluuya, Chloë Sevigny, Flea, Indya Moore
US 2019, 132Min., engl.OmU|OF|dtF, ab 12, Schulvorstellungen
 feste Termine im  FilmABC

Immer tiefer in den Süden…

Queen und Slim haben sich per Tinder in einem Diner verabredet. Es ist ihr erstes Date – und so richtig rund läuft das nicht. Das mag daran liegen, dass Queen – sie ist eine schwarze Rechtsanwältin für Schwarze – einen Prozess verloren hat. Wie soll man da in Stimmung sein? Und Slim ist irgendwie kein großes Licht.

Auf dem Heimweg – Slim fährt – gibt’s eine Polizeikontrolle. Sofort ist die Stimmung gereizt. Machen wir’s kurz: Die junge Frau wird angeschossen, der Polizist von seiner eigenen Waffe im Handgemenge tödlich getroffen. Hier stellt Queen (und der Film) das (noch nicht einmal) Paar vor eine klare Alternative: Flucht oder ein Leben lang im Gefängnis? Sie entscheiden sich für die Flucht … und die ist toll! Wie wäre es mit Kuba?

Melinda Matsoukas fiel bisher auf durch gewagte Video-Clips z.B. mit Beyoncé. Hier erzählt sie eine Geschichte, die man gerne als schwarzes „Bonny & Clyde“ sehen möchte, realistisch und kantig mit einem strikten Blick als Schwarze auf die USA von heute. Während Polizei und Medien das Paar jagen, werden sie zu Helden der schwarzen Widerstandsbewegung.

Neben Daniel Kaluuya (aus ,Get Out!‘) gibt die Newcomerin Jodie Turner-Smith dem Film seine (ihre) ganz spezielle Präsenz. Ob in diesem etwas wilden Film Dinge manche überzeichnet sind, mögen/müssen die Zuschauer*innen entscheiden.

dt. Trailer (FSK ab 12)

engl.OF-Trailer (FSK ab 12)