Mia und der weiße Löwe

Regie: Gilles de Maistre
Drehbuch mit William Davies, Prune de Maistre
Kamera: Brendan Barnes
Musik: Armand Amar
Löwen-Berater: Kevin Richardson
Darsteller: Daniah de Villiers, Thor, Mélanie Laurent, Langley Kirkwood, Brandon Auret, Ryan McLennan
FR/DE/Südafrika 2018, 97 Min., dtF, ab 6, Schulvorstellungen
 feste Termine im  FilmABC

Mélanie Laurent spielt die Mutter

Eine junge Frau, ein Löwe und die Steppe

Zuerst findet Mia Südafrika schrecklich. Warum muss die Familie aus London ans Südkap ziehen! Bloß weil der Vater eine Löwenfarm übernehmen will? Als Mia zwölf ist, bringt der Vater ein weißes Löwenbaby mit, das dann zusammen mit der Familie aufwächst. Vor allem Mia freundet sich mit dem Tier an. Als sie 15 ist, ist „Charlie“ ein großer ausgewachsener junger Löwe. Der Vater entscheidet, dass Charlie weg soll und Mia ist gar nicht einverstanden. Und noch weniger, als sie erfährt, dass der Löwe irgendeinem weißen Jäger zum Abschuss vorgesetzt werden soll (der dafür mehrere tausend Dollar hinlegt). Mia weiß nur einen Ausweg: Sie wandert mit Charlie quer durch Südafrika zu einem der Naturschutzparks…

Der franz. Regisseur Gilles Maistre hat den Film zusammen mit dem „Löwenflüsterer“ Kevin Richardson entwickelt. Sie beschlossen, die drei Jahre, die der Film umspannt, wirklich geschehen zu lassen, damit eine junge Schauspielerin tatsächlich mit einem Löwenbaby aufwachsen kann, während das Team sie von Zeit zu Zeit besucht und filmt. Dieses Verhältnis zwischen der Mia-Darstellerin Daniah de Villiers und dem Löwen Thor versetzt den Film in eine ganz eigene Kategorie. Dadurch werden die objektiven Informationen – der dramatische Löwenschwund in Afrika, vor allem durch die immer engere Besiedlung, aber auch durch Sonntagsjäger – auf eine ebenso schlichte wie überzeugende Art unterstrichen, die sehr zu Herzen geht.

dt. Trailer (FSK ab 6)