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So 17.2.
11:00
dtF

Die Rückkehr der Täter

Dokumentarfilme von Hannes Heer
 feste Termine im  FilmABC
 17.2. um 11:00 Uhr: Ich kann das Böse nicht mehr sehen / Joseph Beuys
 17.3. um 11:00 Uhr: Als Soldaten Mörder wurden

Hannes Heer

Eine Archäologie der Nazi- und der Nachkriegszeit

Hannes Heer, Jg. 1941, war nach dem Studium der Geschichte und Literatur Rundfunkautor, Regisseur, Kurator der Ausstellungen »Verbrechen der Wehrmacht« und »Die Vertreibung der Juden aus der Oper 1933 bis 1945«. Der Träger der Carl-von-Ossietzky-Medaille ist Autor zahlreicher Publikationen zu Wehrmacht, Krieg und Erinnerung. 

In dieser Reihe gibt Hannes Heer eine kurze Einführung, zeigt die unten präsentierte Auswahl seiner Filme und diskutiert im Anschluss mit seinen Gästen, die aufgrund ihrer Profession etwas zum jeweiligen Thema zu sagen haben.

Einen Flyer zur Reihe können Sie hier downloaden. 

 

 17. Februar 2019 um 11 Uhr

Anschl. Diskussion mit dem Staatsanwalt, Schauspieler und Filmkritiker Dr. Dietrich Kuhlbrodt

Ich kann das Böse nicht mehr sehen

SWF 1989, 45 Min.

Ein Film über das Bellaria-Kino in Wien, in dem nur bis 1944 gedrehte deutsch-österreichische Filme gezeigt werden – für Leute, die alle älter sind als 60 Jahre. Damals war ihre beste Zeit! Jeden Tag sitzen sie in einer der drei Vorstellungen und erinnern sich an die vergangenen Tage. Ein Film über alte Menschen, ihre Träume, ihre Einsamkeit und über den Tod – mit dem Titelsong von André Heller, der all das enthält.

Joseph Beuys, Kleve. Eine Innere Mongolei

WDR 1991, 30 Min.

Wie die Besucher des Bellaria-Kinos ihre Kinoträume mythologisch so aufgeladen haben, dass sie deren Leben bestimmen, so hat der Joseph Beuys in Installationen, Zeichnungen und Aktionen fortwährend seine eigenen Mythen geschaffen. Ausgehend von einer Ausstellung früher Zeichnungen und Bilder hat der Film den Versuch unternommen, das Gegenmodell des Künstlers zur Gegenwart, das er mit den Begriffen „Eurasien“ und Innere Mongolei" versah, zu zeigen und ihn selbst als "christlichen Schamanen" vorzuführen. Der Film stützt sich dabei auf den bisher kaum beachteten biographischen Abriß, den Beuys als "Lebenslauf. Werklauf" hinterlassen hat und auf die Zeugnisse von Weggefährten und Familienmitgliedern.

17. März 2019 um 11 Uhr

Als Soldaten Mörder wurden.
Die deutsche Wehrmacht in Weißrussland.

Arte/ZDF 1997, 90 Min.
Gemeinsam mit Gerhard Thiel

Der Film zeigt – anhand von Dokumenten und gestützt auf die Aussagen deutscher und weißrussischer Zeitzeugen – wie die deutsche Wehrmacht während ihrer dreijährigen brutalen Besatzung für die Ermordung von Millionen sowjetischer Kriegsgefangener und Teilen der Zivilbevölkerung, darunter auch der Juden, verantwortlich oder mitverantwortlich war. Der Film wurde ausgestrahlt, während die vom Autor kuratierte Ausstellung über die Verbrechen der Wehrmacht heftige Debatten auslöste. Völlig ungeplant wurde dieser Film ein Teil dieser bisher nie geführten Auseinandersetzung mit der Vergangenheit Nazideutschlands.

Vorstellung mit Gästen
In der Matinee am 17. Februar porträtiert Hannes Heer in zwei Filmen ein Kino in Wien mit Unterhaltungsfilmen aus der Zeit des Dritten Reiches und den Künstler Joseph Beuys und seine Mythen. Im Anschluss diskutiert der Historiker mit dem Staatsanwalt, Schauspieler und Filmkritiker Dr. Dietrich Kuhlbrodt