Die Freunde Chatila und Reda, zwei Palästinenser auf der Flucht, stecken in Athen fest und benötigen dringend Geld, weil sie nach Deutschland wollen. Heute hängen die Helden von Mahdi Fleifels melancholischem Straßenfilm in einem Park herum und scheinen nichts zu tun, bis klar wird, dass sie im Begriff sind, einer Frau die Handtasche zu stehlen. Sie haben keine Aussicht auf Arbeit und sie glauben, sie können genug stehlen, um sich gefälschte Pässe zu kaufen… Chatila trifft den minderjährigen Malik und kümmert sich fortan auch noch um das Kind.
Fleifels Darstellung ihrer Welt ist sowohl authentisch als auch düster: Es sind junge Männer mit Leidenschaften und Träumen wie wir alle, aber sie sind durch die strenge europäische Einwanderungspolitik bewegungsunfähig geworden.
Nichts geht mehr.
Pressestimmen
"Auf wundersame Weise scheinen sich alle gegensätzlichen Kräfte dieses erstaunlichen Films einander stützend gegeneinander zu lehnen.", so die Frankfurter Rundschau. "Wirklichkeit und Überwirklichkeit fallen in den hochkomplexen Hauptfiguren ideal zusammen."
"Fleifels Kamera ist kaum mehr ein stiller Beobachter (...): mal atemlos, mal mit fast schon poetischer Ruhe.", meint Film-Rezensionen.de.
"Das Ensemble gibt dem Film Kraft und Energie. Bakri, ein Schauspielprofi, und Sabbah, ein Naturtalent, verkörpern intensiv, mit fast schon dokumentarischer Wahrhaftigkeit Menschen, denen das Leben nichts geschenkt hat.", schreibt epd Film.
Regie Mahdi Fleifel
Drehbuch mit Fyzal Boulifa, Jason McColgan
Kamera Thodoris Mihopoulos
Musik Nadah El Shazly, George Christopoulos
Besetzung Mahmood Bakri, Aram Sabbah, Mohammad Alsurafa, Angeliki Papoulia, Mouataz Alshaltouh
PS/GB/FR/NL/DE/GR/QT/SA 2024, 107 Min., arab./griech.OmU