Der Janik lebt in einem behüteten Elternhaus auf. Der Samuel lebt mit seiner drogenabhängigen Mutter, für die er sorgen muss. Die beiden Jungs mögen sich auf Anhieb – Janik sucht eine Welt, in der nicht alles geordnet ist, Samuel ist sehr froh über Momente der Ruhe, wie er sie in Janiks Familie findet, die ihn herzllich aufgenommen hat, und wo er ein- und ausgeht. Nach dem Abitur planen die beiden eine Reise nach Instanbul. Vorgeblich wollen sie Samuels Vater suche, in Wirklichkeit geht es den beiden einfach um die Bewegung ans sich, das Abenteuer und die Freiheit, die man auf seiner solchen Reise spürt. In Istanbul holt sie die Krise ein: plötzlich steht ihre Freundschaft auf der Kippe.
Den Roman ,Räuberhände‘ hatte Finn-Ole Heinrich 2007 in einem Hamburger Verlag herausgebracht. Er selbst hat die erste Drehbuchversion geschrieben und dabei die komplexe Struktur seines Romans in eine filmische Erzählung verwandelt.
Regisseur İlker Çatak ist in Istanbull aufgewachsen bevor er in Deutschland Film studiert hat. Er zeigt die Stadt mit den Augen eines Wissenden. In den Hauptrollen glänzen Emil von Schönfels und vor allem Mekyas Mulugeta und empfehlen sich als Darsteller der nächsten Generation.
Regie İlker Çatak
Drehbuch Finn-Ole Heinrich und Gabriele Simon
nach dem Roman von Finn-Ole Heinrich
Produktion Gabriele Simon, Martin Heisler
Kamera Judith Kaufmann
Besetzung Emil von Schönfels, Mekyas Mulugeta, Katharina Behrens, Nicole Marischka
DE 2019, 93 Min., dtF, ab 16