Das sagen Film und Plakat vorneweg: nach einer wahren Begebenheit. Also die Begebenheit zuerst: Es gab tatsächlich den Fall, dass ein kleines Drogenflugzeug über Georgia etwa 100 Kilogramm Kokain abgeworfen hat, weil es überladen war. Ein Bär fand das Kokain und wurde drei Wochen später tot gefunden.
Jetzt dasselbe nochmal als Film und „larger than life“. Der Bär ist jetzt 200 Kilo schwer, ein Riese. Er verschlingt das Kokain in rauen Mengen und ist danach wirklich unberechenbar. Was Bären ja eigentlich immer sind, aber da sie sehr zurückgezogen leben, muss man sich schon etwas dumm anstellen, um diese Unberechenbarkeit zu erleben (und höchst wahrscheinlich daran recht schnell zu sterben). Hier trifft es aber nicht nur die Dummen (die aber auch).
Neben vielen ganz besonderen Schauwerten ist Ray Liotta in seiner letzten Filmrolle als verzweifelter Drogendealer (und genervter Babysitter seines Enkelkindes) zu sehen, der im Wald nach der verlorengegangenen Koksladung sucht. Aber er ist natürlich nicht der Einzige. (Auch der Bär hat nämlich Gefallen an der Droge gefunden.)
Elisabeth Banks hat neben ihrer Schauspielkarriere vor einigen Jahren auch angefangen, Regie zu führen. Nach `Drei Engel für Charlie´mit Kristen Stewart und Naomi Scott, der auch in Hamburg gedreht wurde, hat sie hier einen sehr besonderen Genrefilm abgeliefert.
Regie Elizabeth Banks
Drehbuch Jimmy Warden
Kamera John Guleserian
Musik Mark Mothersbaugh
Besetzung O’Shea Jackson Jr., Keri Russell, Christian Convery, Alden Ehrenreich, Kristofer Hivju und Ray Liotta
US 2023, 95 Min., engl.OmU, ab 16