Souleyman komt aus Guinea und tut alles, um in Frankreich zu bleiben. Er will einen Asylantrag stellen. Da er Angst hat abgelehnt zu werden, will er sich eine ‚wasserdichte‘ Geschichte kaufen. Dafür gibt es teure Kurse von zwielichtigen Beratern. Also schlägt er sich unter haarsträubenden Bedingungen als Fahrradkurier für einen Lieferservice in Paris durch. Es bleiben ihm noch zwei Tage bis zu seinem entscheidenden Termin beim Amt für Migration. Dann muss er „seine“ Geschichte auswendig können…
Boris Lojkine hat mit ,Souleymans Geschichte‘ einen spannenden und bewegenden Film über Migration geschaffen, der immer ganz nah bei seinem Protagonisten bleibt. Er zeigt die migrantische Selbstausbeutungsökonomie, die unsere Großstädte am Leben hält. Wer Lieferando etc. nutzt, wird beim nächsten Mal vielleicht genauer hinschauen, wer das Essen oder Anderes liefert.
Regie Boris Lojkine
Drehbuch mit Delphine Agut
Kamera Tristan Galand
Besetzung Abou Sangaré, Alpha Oumar Sow, Nina Meurisse, Emmanuel Yovanie
FR 2024, 94 Min., frz.OmU., ab 12