Michael Triegel gehört zur „Leipziger Schule“. Dennoch malt Triegel im klassischen italienischen Stil und nennt Michaelangelo und Raffael als seine Vorbilder. Er wurde ausgewählt, um den Mittelteil eines großen Altars von Lucas Cranach im Naumburger Dom neu zu gestalten, der 1541 beim „Bildersturm“ der Reformation zerstört wurde.
Cranach, der mehrere Altäre malte, schuf diese als „Retabel“ mit einem großen Mittelteil und zwei Flügeln. Vom Naumburger Altar weiß man heute nur noch, dass das Original die Gottesmutter Maria mit dem Kind zeigte.
Im Film kommt vor allem der Künstler zu Wort. Oft sehen wir ihm über die Schulter bei der Arbeit zu. Aus dem Off spricht Triegel dabei über seine Gedanken und Motive, über Kunst und Religion.
Pressestimmen
"Ein konzentrierter, klug erzählter Kunstfilm, der weniger erklären als verständlich machen will.", schreibt filmdienst.de.
"’Triegel trifft Cranach’ öffne damit den Blick für Maler und Malerei, Glauben und Verantwortung im Heute – ruhig, präzise und äußerst sehenswert."
"Ein faszinierendes Künstlerporträt, das den Malprozess Michael Triegels brillant transparent macht. Paul Smacznys zurückhaltende Regie lässt Triegels Arbeit atmen.", so Film-Rezensionen.de.
Drehbuch, Regie Paul Smaczny (Dokumentarfilm)
Kamera Michel Boomers, Ulf Wogenstein
Musik Kilian Ruben Smaczny
Mit Michael Triegel, Elisabeth Triegel, Christine Salzmann, Holger Kunde, Frank Zöllner
DE 2025, 107 Min., dtF