Aisha ist 26. Sie ist aus dem Sudan geflohen und lebt in Kairo. Sie hat einen Job als Betreuerin von alten Leuten, die sie regelmäßig in ihren Wohnungen besucht. Weil sie trotzdem ihre Miete nicht bezahlen kann, macht ihr Vermieter einen Vorschlag: Sie überlässt ihm die Schlüssel (oder Kopien davon) für die Wohnungen der alten Leute, wo er dann nach Wertsachen suchen will…
Schnell fällt der Verdacht auf Aisha, allerdings fehlen endgültige Beweise. Daher bekommt sie „zur Strafe“ einen neuen Patienten zugewiesen, der deutlich mehr will als nur Pflege…
Der ägyptische Regisseur Morad Mostafa lässt seinen Film in einem der Arbeiterviertel von Kairo spielen, wo er selbst aufgewachsen ist – und das er dokumentarisch genau vorstellt. Dann wieder folgt er den Phantasien seiner Protagonistin. Denn immer wieder taucht ein Vogelstrauß auf. Und auch Aisha wachsen Federn…
Der Film hatte seine Weltpremiere auf dem Filmfestival in Cannes in der Section Un Certain Regard.
Pressestimmen
"Ihre existenzielle Selbstbehauptung in dieser feindlichen Welt fängt der Film nicht nur anziehend lebensnah ein, er treibt das Geschehen auch immer wieder mit rasender Krimi-Spannung voran. Damit steht ’Aisha Can’t Fly Away’ auch für ein immer stärker wahrnehmbares junges, ägyptisches Kino.", sagt Deutschlandfunk Kultur.
"Ein bemerkenswerter Debütfilm, dem man nicht zuletzt deswegen viele Zuschauer wünscht, weil er einen anderen Blick auf das allgegenwärtige Thema Migration wirft und zeigt, dass nicht nur der reiche Westen einen Fluchtort darstellt.", schreibt Programmkino.de.
Regie Morad Mostafa
Drehbuch mit Sawsan Yusuf
Kamera Mostafa El Kashef
Musik Armine Bouhafa
Besetzung Buliana Simona, Ziad Abaza, Mamdouh Saleh
Ägypten/Tunesien/FR/SaudiArabien/Katar/Sudan 2025, 132 Min., arab.OmU