Kino für alle

Wir bieten Audiodeskription und Vorstellungen mit erweiterten Untertiteln

Möchten Sie einen deutschen Film in einer bereits angekündigten Vorstellungen mit erweiterten Untertiteln auf der Leinwand sehen? Melden Sie sich bei unserem Büro unter office@abaton.de mindestens 3 Tage vorher, dann schalten wir die Untertitel gern dazu.
Möchten Sie einen Wunschtermin mit uns vereinbaren? Kontaktieren Sie uns unter office@abaton.de, Vormittagsvorstellungen ab 10 Personen sind bei uns auch kurzfristig möglich.

Über die Smartphone-App Greta können Sie die Audiodeskription für zahlreiche aktuelle Kinofilme herunterladen, so dass Sie den Film mit Ihrem Smartphone und den eigenen Kopfhörern erleben können. Eine Liste aller Filme, für die eine Audiodeskription über Greta verfügbar ist, finden Sie auf der Greta-Website.

Bei folgenden Filmen sind erweiterte Untertitel für Hörgeschädigte möglich:

Filmtitel
Ausstattung
Aktuelle Filme
Beuys
Dokumentarfilm
Audiodeskription
Audiodeskription, Untertitel
Untertitel
Sommerhäuser
Dokumentarfilm
Audiodeskription, Untertitel
Casting
Dokumentarfilm
Untertitel
Teheran Tabu
Dokumentarfilm
Audiodeskription, Untertitel
Aktuelle Kinderfilme
Audiodeskription, Untertitel
Audiodeskription, Untertitel

Überflieger – Kleine Vögel, großes Geklapper

Regie Toby Genkel, Reza Memari (Animation)
BE/DE/LUX/NW 2017, 84 Min., dt.F., frei ab 0/empf. ab 5
Start war 11.5.17

Kleine Vögel mit viel Mut

Richard der Storch ist ein stolzer, großer Vogel! Seine Eltern sind große, stolze Störche! Und alle können sehen: Richard ist ein … Spatz. Jawohl! Nur einer sieht das nicht und das ist er selbst. Richard hält sich für einen Storch. Mit dem Fallen der Blätter von den Bäumen kommt der Moment, sich den Tatsachen zu stellen. Die Störche nehmen Richard nicht mit… (mehr ---> )


Beuys

Regie: Andres Veiel (Dokumentarfilm)
DE 2017, 107 Min., dt.F., ab 0
Start war 18.5.17

Vom Humor der Kunst in den 68er Jahren

Joseph Beuys erfand die Kunst-Happenings: In einer seiner bekanntesten Aktionen erklärte der  Bildhauer und Zeichner einem toten Hasen die „Kunst“. Der Meister von Fettecken und Filz-Kunstwerken sah sich nicht als außergewöhnlich an: Für Beuys ist alles Kunst.

Regisseur Andres Veiel (,Die Spielwütigen‘, ,Black Box BRD‘) schafft einen Raum, in dem der 1986 verstorbene Künstler zu Wort kommt. Dabei wird schnell deutlich, daß Beuys aus einem ganz speziellen Holz geschnitzt war. (mehr ---> )

Salon „Licht und Dunkel“
Am 8. November um 19 Uhr ist Regisseur Andres Veiel zum Gespräch in der kath. Akademie zu Gast. Dazu zeigen wir ,Beuys‘ zuvor um 15 Uhr. 


Hanni & Nanni - Mehr als beste Freunde

Regie: Isabell Šuba
DE 2016, 97 Min., dt.F., frei ab 0/empf. ab 5
Start war 25.5.17

Hanni und Nanni auf unterschiedlichen Wegen

Die Zwillinge haben er diesmal nicht leicht. Von ihrer klar organisierten Mutter werden sie auf das Internat Lindenhof geschickt, als diese beruflich länger ins Ausland muss. Zuerst funktioniert die Zusammenarbeit der Mädchen noch. Ihr ebenso klarer Plan: Wir benehmen uns so daneben, daß sie uns rausschmeißen. Das Ende der Probezeit erleben wir dort nicht mehr! (mehr ---> )


Es war einmal Indianerland

Regie: Ilker Çatak
DE 2017, 97 Min., dt.F., ab 12
Start war 19.10.17

Vom Erwachsenwerden

Mauser ist 17 und heute nacht geht er mit seinem Kumpel Kondor bei den Reichen Party feiern. Die beiden steigen durch ein Loch im Zaun ein, als die nächtliche Pool-Party schon voll im Gange ist. Mauser verliebt sich auf der Stelle in Jackie, die von sich sagt, sie sei „eitel, zickig und unkeusch“. Mauser wäre mit ihrer Telefonnummer zufrieden. Doch es kommt anders.

Edda ist 21 und hat sich hoffnungslos in Mauser verliebt. Aber sie ist eher der stille, fordernde Typ. Sie schickt ihm verliebte Postkarten. Mauser denkt sich, das ist nicht sein Ding. 

In zwei Wochen muss Mauser boxen – gegen seinen ausgeflippten Freund Kondor: ein verdammt schwieriger Kampf – in jeder Hinsicht.…

Nach seinem gleichnamigen Roman schrieb der Hamburger Autor Nils Mohl mit am Drehbuch des Films, der komplett in Hamburg entstanden ist. Ilker Çatak bettet seine Helden aus der Hochhaus-Siedlung in einen Film, den er wie einen Musik-Clip schneidet. Der Regisseur, der (nach einem Studenten-Oscar für einen seiner Kurzfilme) für seinen Abschluss-Film an der Hamburg-Media-School mit dem Max-Ophüls-Preis 2015 ausgezeichnet wurde, weiß genau, wie er das Gefühl rüberbringt, erwachsen zu werden.


Die Unsichtbaren – Wir wollen leben

Regie: Claus Räfle
DE 2017, 110 Min., dt.F., ab 12
Start war 26.10.17

Vier junge Leute, die den Judenstern abrissen

Hanni Lévy hat sich die Haare blondieren lassen und fühlt sich in der Nähe des Ku’damms am sichersten. Eugen Friede ist bei einer deutschen Familie versteckt und erlebt im Hinterzimmer so etwas wie eine Liebesgeschichte. Ruth Arndt hat den Namen eines gefallenen Soldaten angenommen und bedient abends in einem Lokal Nazi-Offiziere. Ciamo Schönhaus hat seinen Pass gefälscht und macht das jetzt auch für andere. Während seine Kunden dank seiner Arbeit überleben, gönnt er sich von dem Geld einen Abend in einem feinen Restaurant.

Februar 1943 hielt die Nazi-Regierung für den passenden Moment, zu verkünden, daß Berlin „judenfrei“ sei. In Wirklichkeit waren es wohl 7000, die den Judenstern abgetrennt haben und untergetaucht sind. Der Film von Claus Räfle erzählt die Geschichte von vier jungen Menschen, die sich im Nazi-Berlin durchschlagen. Darin eingebettet sind Interview-Sequenzen mit Überlebenden, die genau das erlebt haben.


Sommerhäuser

Drehbuch, Regie: Sonja Maria Kröner
DE 2017, 97 Min., dt.F., ab 12
Start war 26.10.17

Familien-Sommer-Garten-Spiele

Großmutter Sophie ist gestorben und den alten Baum in ihrem Garten hat der Blitz getroffen. Die Sommerferien der Familie stehen unter keinem guten Vorzeichen. Wir sind im heißen Sommer 1976. Die Familie trifft sich im großen Garten der Großmutter. Die einen wollen den Garten verkaufen, die anderen nicht. Den Enkelkindern ist das alles so richtig egal, die haben ein Baumhaus…

Die Regisseurin Sonja Maria Kröner erschafft die Sommerwelt ihrer Kindheit. Sie erweckt in ihrem sommerlichen Ensemblestück eine Gruppe Menschen zum Leben. Dafür gab es in München den Förderpreis Neues Deutsches Kino für Regie und Produktion.


Casting

Regie: Nicolas Wackerbarth
DE 2017, 94 Min., dt.F., frei ab 0
Start war 2.11.17

Vom Leben bei Dreharbeiten

Fassbinders „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“ soll neu verfilmt werden. Die Regisseurin, die den Job bekommen hat, könnte sich etwas sinnvolleres vorstellen als ein Meisterwerk neu aufzulegen. Aber durch ihr Zögern hat sie sich nur selbst unter Druck gesetzt. Jetzt bleiben ihr noch sechs Tage, um die Hauptrolle der Petra von Kant zu besetzen. Der Reihe von Top-Schauspielerinnen, die sich um die Rolle bewerben, werden in den Szenen begleitet vom „Ansprechpartner“. Dieser Darsteller ist ausschließlich für das Casting engagiert, würde die Rolle aber gerne auch im Film spielen…

Nicolas Wackerbarth nimmt uns mit hinter die Kulissen von Dreharbeiten. Er zeigt die Arbeit des Castings als Kampf um jeden Zentimeter Einfluss und Macht (was – bei etwas Glück – bedeutet, daß frau die Rolle bekommt). ,Casting‘ lief am ersten Tag im Panorama der Berlinale und war – zumindest für ein paar Tage – für viele Kritiker gleich von Anfang der beste Film der Berlinale.

Um den Film wirklich zu genießen, sollte man wissen, daß sehr viel improvisiert wurde. Die Schauspieler kannten das Drehbuch nicht. Statt dessen bekamen sie morgens einen Zettel, der ihnen das Verhalten für den Tag vorgab. Sie wussten also nicht, wie die anderen reagieren würden. Besonderes spannend ist, daß die starken Schauspielerinnen alle dieselbe Szene aus den ,Bitteren Tränen‘ interpretieren – jede auf ihre Art. ,Casting‘ schaut in die Welt der Schauspieler und zeigt, was diesen Beruf einzigartig macht und was man in diesem Beruf erleiden muss.

Vorstellung mit Gast
Am 10. Dezember um 17.15 Uhr ist mit Victoria Trauttmannsdorff eine der Hauptdarstellerinnen zu Gast.


Teheran Tabu

Regie: Ali Soozandeh
DE/AT 2017, 96 Min., dt.F. oder farsi.OmU
Start 16.11.17

Ein intimes Bild des Irans

Pari arbeitet als Prostituierte. Sohn Elias ist immer dabei, wenn sie zu ihren Freiern geht. Ihr Mann sitzt seit fast zwei Jahren wegen Drogen im Gefängnis. Sie hat den Falschen geheiratet. Um sich scheiden zu lassen, obwohl ihr Mann nicht einverstanden ist, geht sie zu einem Religiösen Richter. Der hat eine Bedingung…

Sara wohnt nebenan und langweilt sich. Sie würde gerne arbeiten gehen, aber ihr Mann gibt seine Einwilligung nicht.
Die Studentin Donya hat den jungen Babak in einem Nachtclub kennengelernt. Die beiden haben eine Nacht verbracht. Das war ein großer Fehler. Donya soll nächste Woche heiraten und jetzt ist sie keine Jungfrau mehr. Das wird kontrolliert…

Der iranische Film liegt danieder. Das Land, in dem über Jahrzehnte jede Woche eine neuer einheimischer Film in die Kinos kam, produzierte 2005 noch 26 Filme. Auf Abbas Kiarostami und Mohsen Makhmalbaf folgten Jafar Panahi und Asghar Farhadi. Aber die Ersteren sind gestorben, der andere hat Hausarrest, der letzte dreht im Ausland. Ali Soozandeh lebt in Europa und erzählt aus dem Iran. Er hat seinen Film in Wien gedreht – vor einem Green Screen! So kann er seine Darsteller vor einem (animierten) orientalischen Hintergrund spielen lassen. Außerdem sind die Bilder mit Rotoskopie bearbeitet (wie zuletzt ,Waltz with Bashir’). Diese technischen Entscheidungen mal beiseite gelassen, ist ,Teheran Tabu‘ ein kompromissloses Werk, das die Zustände im Iran gnadenlos offenlegt. Oder, wie der Regisseur es sagt: „Mal ein wahres Bild des Iran, weder 1001 Nacht, noch iranische Atombomben.“