Kino für alle

Wir bieten Audiodeskription und Vorstellungen mit erweiterten Untertiteln

Möchten Sie einen deutschen Film in einer bereits angekündigten Vorstellungen mit erweiterten Untertiteln auf der Leinwand sehen? Melden Sie sich bei unserem Büro unter office@abaton.de mindestens 3 Tage vorher, dann schalten wir die Untertitel gern dazu.
Möchten Sie einen Wunschtermin mit uns vereinbaren? Kontaktieren Sie uns unter office@abaton.de, Vormittagsvorstellungen ab 10 Personen sind bei uns auch kurzfristig möglich.

Über die Smartphone-App Greta können Sie die Audiodeskription für zahlreiche aktuelle Kinofilme herunterladen, so dass Sie den Film mit Ihrem Smartphone und den eigenen Kopfhörern erleben können. Eine Liste aller Filme, für die eine Audiodeskription über Greta verfügbar ist, finden Sie auf der Greta-Website.

Bei folgenden Filmen sind erweiterte Untertitel für Hörgeschädigte möglich:

Filmtitel
Ausstattung
Aktuelle Filme
Die Blumen von gestern
Dokumentarfilm
Untertitel
Der junge Karl Marx
Dokumentarfilm
Untertitel
Tiger Girl
Dokumentarfilm
Audiodeskription, Untertitel
Happy Burnout
Dokumentarfilm
Audiodeskription, Untertitel
Aktuelle Kinderfilme
Burg Schreckenstein
Dokumentarfilm
Untertitel
Timm Thaler
Dokumentarfilm
Untertitel
Die Häschenschule
Dokumentarfilm
Audiodeskription, Untertitel

Burg Schreckenstein

Regie: Ralf Huettner nach Oliver Hassencamp
DE 2016, 96 Min., dt.F., ab 0/empf. ab 6
Start war 20.10.16

nach den  Büchern von Oliver Hassencamp

Ralf Huettner (,Der Koch‘, ,Vincent will Meer‘) und sein Drehbuchautor Christian Limmer haben aus drei der Bücher von Oliver Hassencamp ihre Filmstory gestrickt, die mit einem großen Fest auf Burg Schreckenstein endet. Neben den tollen (unbekannten) Kinderdarstellern spielen Sophie Rois und Henning Baum die Chefs der beiden Internate. Harald Schmidt ist der Burgherr. (mehr ---> )


Die Blumen von gestern

Regie: Chris Kraus
AT/DE 2016, 126 Min., dt.F., ab 12
Start war 12.1.17

Umgang mit dem Holocaust heute

Toto ist Holocaustforscher und steckt in einer Lebenskrise. Er gibt alles für seine Arbeit, aber er ist eben auch ein Enkel nationalsozialistischer Täter. Da läuft ihm Zazie über den Weg, eine junge Französin, in die er sich schnell verliebt. Wie sich herausstellt, wurde ihre Großmutter in Auschwitz ermordet. (mehr ---> )

Vorstellung mit Regisseur
Am 3. Mai kommt Chris Kraus zur 20.30-Vorstellung der ,Blumen von gestern‘, nachdem er zuvor im Nochtspeicher (Bernhard-Nocht-Straße 69a) aus seinem Buch ,Das kalte Blut‘ liest (Beginn 19.30 Uhr).


Timm Thaler

Regie: Andreas Dresen
DE 2016, 102 Min., dt.F., frei ab 0/empf. ab 8
Start war 2.2.17

Andreas Dresen verfilmt James Krüss

Andreas Dresen hat das Kinderbuch von James Krüss verfilmt, das – 1962 erschienen – eine Geschichte aus den 20er Jahren erzählte. Das Buch von James Krüss ist eine Mischung aus Kapitalismus-Kritik (jawohl!), dunkler Magie und Kinder-Abenteuer. Der reiche Mann nennt sich – auch im Film – Lefuet. Das kann man auch rückwärts lesen!  (mehr ---> )


Der junge Karl Marx

Regie: Raoul Peck
FR/DE/BE 2016, 118 Min., dt.F., ab 6
Start war 2.3.17

Biopic mit August Diehl

Paris 1844. Der in Trier geborene Karl Marx war gerade 26 Jahre alt und lebte damals in Paris. Marx pendelte zwischen Köln, Brüssel, Paris und London hin- und her, wo er an politischen Zeitschriften mitarbeitete oder in diversen kommunistischen Vereinigungen präsent war. Diese Zeit, wenige Jahre vor der 1848er Revolution, war in jeder Hinsicht wechselvoll und – was die diversen sozialistischen Theorien angeht – ausgesprochen kreativ. In dieser Zeit wurden Karl Marx und Friedrich Engels Freunde (und blieben es ihr Leben lang). Sie arbeiteten nun öfter bei Publikationen zusammen. Und wenn diese einmal mehr verboten wurden, gelang es dem überaus aktiven Marx – nach Umzug nach Brüssel, dann wieder nach Paris und schließlich nach London – regelmäßig, ein neues Projekt in Gang zu setzen. Dazu gehörte unter anderem das Manifest der kommunistischen Partei.

Der Film taucht in diese kurze Zeitspanne ein und erzählt die Begegnung zwischen Marx und Engels, die – nach zuerst skeptischem Beschnuppern – große Gemeinsamkeiten in der damals etwas unübersichtlichen kommunistischen Gemengelage erkannten. Zu ihrem Team gehörte damals auch Marx’ Ehefrau Jenny. Das Trio wird im Film dargestellt von August Diehl, Stefan Konarkse und Vicky Krieps.
Regie führte der auf Haiti geborene, in Paris lebende Regisseur Raoul Peck. Er hat in Berlin an der DFFB Film studiert und hat mehrere Dokumentar- und Spielfilme über die politische Geschichte des Kongo (und der angrenzenden Staaten) gemacht, wo er als Kind lebte. 1996/97 war Raoul Peck Haitianischer Kulturminister.


Die Häschenschule

Regie: Ute von Münchow-Pohl (Animationsfilm)
DE 2016, 76 Min., dt.F., ab 0/empf. ab 5
Start war 16.3.17

Altes Kinderbuch, moderner Film

Das Kinderbuch, dessen Verse Albert Sixtus im April 1922 in einer einzigen Nacht geschrieben hatte, wurde mit den Bildern des Malers und Karikaturisten Fritz Koch zu einem Kinderbuch-Bestseller der Weimarer Republik. Hier ist die Geschichte mutig modernisiert. So lässt man sich die „alte Geschichte“ vom Wesen der Freundschaft gerne erzählen. (mehr ---> )


Tiger Girl

Regie: Jakob Lass
DE 2016, 91 Min., dt.F., ab 16
Start war 6.4.17

Starkes Stück Mädchen

Maggie hat die Aufnahmeprüfung für die Polizeischule vermasselt. Die nächste ist in sechs Monaten. Also geht sie in einen Kurs für Security-Fachkräfte. Tiger tut, was immer ihr in den Kopf kommt. Sie ist mutig und ohne Kompromisse.

Eines Tages kreuzen sich die Wege der beiden Mädchen. Tiger befreit Maggie aus einer ziemlich blöden Situation mit drei Schlägertypen. Schon bald sind die beiden untrennbar. Gemeinsam streifen sie durch die Nacht und holen sich, was sie brauchen, was sie wollen. Maggie lernt von Tiger und holt mächtig auf, was das Durchsetzen des eigenen Willens betrifft. Vielleicht geht sie irgendwann auch zu weit?

Jakob Lass, der Regisseur von ,Love Steaks‘ ist mit seinem zweiten Film auf der Berlinale vertreten. Wieder einmal gibt es kein präzises Drehbuch, die beiden Hauptdarstellerinnen Ella Rumpf als Tiger und Maria Dragus als Maggi improvisieren … und das funktioniert unglaublich gut. In der ersten Filmhälfte nehmen uns die beiden mit auf einen Durchsetzungs-Trip, der einfach Freude macht. Der nachdenkliche Part kommt im zweiten Teil.

Im Interview mit der ZEIT spricht Jakob Lass etwas über die Hintergründe seines Films.


Happy Burnout

Regie: André Erkau
DE 2016, 102 Min., dt.F., ab 6
Start 27.4.17

Lebenskünstler mit „Burnout“

Fussel heißt unser Mann. Er hat nie was gearbeitet, ist sowas wie ein Alt-Punker. Was nicht heißt, daß er nicht weiß, wie man auf dem Sozialamt immer neue, segensreiche Statuten erkämpft. Von Job-Angeboten und derlei Unbill bleibt Fussel normalerweise verschont. Aber dann kommt es mal hart auf hart und die Frau Linde vom Amt weiß nur noch einen Ausweg: ein Attest als Burnout-Opfer. Hätte allerdings auch Nachteile: Unser kluger Held müsste in einer Anstalt auf Station – zu echten Burnout-Opfern…

Hatten wir schon erzählt, daß Fussel auch eine Tochter hat, der er immer wieder verspricht, sich mit ihr zu treffen? Und daß er nicht einmal ihre Geburtstage auf die Reihe bekommt? Naja. Jetzt ist Fussel „mal weg“ und trifft auf eine erlesene Auswahl echt geschädigter Menschen. Und da stellt sich jetzt doch die eine oder andere Frage.

Wotan Wilke Möhring spielt in André Erkaus Komödie den gealterten Punk und trifft auf Michael Wittenborn und Kostja Ullmann (als Patienten). Die Psychologin des Ganzen spielt Anke Engelke. Das Ergebnis ist ein deutscher Wohlfühlfilm mit Splittern unschöner Wahrheiten.

Premiere
Zur Premiere am 26. April um 21 Uhr kommen Regisseur André Erkau, die beiden Hauptdarsteller Wotan Wilke Möhring und Anke Engelke, der Produzent Michael Eckelt und der Drehbuchautor Gernot Griksch.

„Film im Gespräch“
Am 2. Mai um 20 Uhr sind in Kooperation mit der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein zu Gast die DarstellerInnen Victoria Trauttmansdorf, Lo Rivera, Michael Wittenborn und Kostja Ullmann, sowie Regisseur André Erkau, Drehbuchautor Gernot Griksch und Produzent Michael Eckelt.