Luther

Regie Eric Till
Darsteller Joseph Fiennes, Bruno Ganz, Alfred Molina, Peter Ustinov, Claire Cox, Uwe Ochsenknecht
BRD 2003, 121 Min., dt.F.
 feste Termine im  FilmABC

Eigentlich wollte der Sohn eines Kupferbergbauers Jura studieren. Doch in einer Gewitternacht im Jahr 1505 schlug ein Blitz neben ihm ein und er gelobte der Heiligen Anna: Wenn er das überlebt, wird er Mönch.

Jahre später hat der Quereinsteiger große Probleme mit dem Rechtsempfinden der Kirche. Besonders der Ablaßhandel erzürnt ihn. Luther hat schon einige Protestschriften verfasst, als aus Rom eine neue Welle von Ablaßbriefen über das Land kommt: Um das Geld für einen neuen Dom aufzutreiben, hat der Klerus beschlossen, den Ablaßhandel zu anonymisieren und zu perfektionieren. Jeder kann sich in der nächstgelegenen Kirche einen verleichsweise billigen Platz im Himmel erkaufen.

Das ist für Martin Luther zuviel. Er formuliert seine ,95 Thesen‘ und nagelt sie an die Kirchentür zu Wittenberg!

Eric Till hat mit ,Bonhoeffer‘ (Ulrich Tukur) schon einen Film über einen unbequemen Kirchenmann gedreht. Diesmal bringt der kanadische Regisseur ein internationales Schauspielerteam vor die Kamera. Joseph Fiennes, der schon Shakespeare spielen durfte (in ,Shakespeare in Love‘), ist Martin Luther. Auf der Seite der Reformer stehen ihm Peter Ustinov und Bruno Ganz zur Seite, auf der Gegenseite arbeiten Alfred Molina und Uwe Ochsenknecht als Papst Leo. Mit großen Bildern illustriert ,Luther‘ das politisch-geistliche Ringen in den Jahren vor der Spaltung der Kirche und die geistige Entwicklung des Mannes im Zentrum des Geschehens.