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So 3.9.
11:00
dtF

Der Skandal als vorlauter Bote

Vortragsreihe mit Hannes Heer
 feste Termine im  FilmABC
 3.9. um 11:00 Uhr: VII:

Die großen deutschen Geschichtsdebatten als Selbstaufklärung der Gesellschaft und Aneignung der Schuld.

Mit dieser Film- und Vortragsreihe erforscht der Hamburger Historiker und Publizist Hannes Heer bis Oktober 2017 in Vorträgen mit Filmausschnitten die Hintergründe deutscher politischer Skandale von 1955 bis 1995. Ein Faltblatt mit Infos zur ganzen Reihe liegt im Kino aus und gibt’s hier zum Download.

Die Reihe von Abaton und Hannes Heer entstand in Kooperation mit der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft Hamburg e.V., der Evangelischen Akademie der Nordkirche, dem Institut für die Geschichte der Deutschen Juden, der Körber-Stiftung und der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

Beim siebten Termin in der Matinee am 3. September geht es um
Die Wehrmachtsausstellung oder die Rückkehr der Täter (1995-1999)

Die 1995 eröffnete Ausstellung „Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944“ präsentierte einen zweiten deutschen Genozid, dem in Jugoslawien und in der Sowjetunion 32 Millionen Menschen zum Opfer gefallen waren. Zu verantworten hatten das 10 Millionen deutscher und österreichischer Soldaten. 

Das war nicht nur das Ende der bisherigen Legende von der „sauberen Wehrmacht“, sondern auch in den Familien musste die Geschichte von Opa, Vater und Onkel umgeschrieben werden. Die Ausstellung, die von fast einer Million Menschen besucht worden war, wurde erst zum Gegenstand erbitterter Debatten, dann wegen angeblich „gefälschter“ Fotos 1999 zurückgezogen und später rehabilitiert.

Dazu zeigen wir:
Jenseits des Krieges
Regie: Ruth Beckermann (Dokumentarfilm)
Kamera: Peter Roehsler
Schnitt: Gertraud Luschützky
DE 1996, 117 Min., dt.F.

Ruth Beckermann befragte in ihrer Dokumenation die Soldaten, die dabei waren, nach ihrer Beteiligung an „Maßnahmen jenseits des Krieges“. Eine bittere Lektion über die Geschichtsschreibung des Vergessens.

Vortrag, Gespräch und Film
In der Matinee am 3. September spricht Hannes Heer über die Wehrmachtsausstellung und unterhält sich mit Mercedes Dohrn van-Rossum, Psychoanalytikerin der DPG Hamburg. Ulrich Hentschel moderiert das Gespräch.